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21.11.2011 22:48 Alter: 180 days

Ausgleich mit dem Schlusspfiff

Kategorie: News 1. Männer

30:30 (13:12) nach Herzschlagfinale zwischen SG Schenklengsfeld - Werra WHO

Traf zwölfmal ins Schwarze: Schenklengsfelds Matthias Lotz (vorn). Hinten WHO-Spielertrainer Michael Stegner. Foto: Eyert

Nichts für schwache Nerven war die Schlussphase im Handball-Bezirksoberliga-Derby zwischen der SG Schenklengsfeld und der HSG Werra WHO. Am Ende stand ein gerechtes 30:30 (13:12), konnten doch beide Teams die sich bietenden Siegchancen nicht nutzen.

Während die SGS feierte, wirkten die Gäste enttäuscht. Robin Schneider hatte die HSG mit 29:30 (59.) auf Siegkurs gebracht, doch Nico Deis glich mit dem Schlusspfiff aus. Zuvor hatte Gästekeeper Jonas Ißleib einen Strafwurf des überragenden Matthias Lotz abgewehrt. Der Abpraller landete bei Deis – das Ergebnis ist bekannt.

Mächtig haderte der Gast am Ende mit den Referees, sah man sich in vielen Situationen doch arg benachteiligt. Dies sei ein Grund gewesen, so WHO-Coach Michael Stegner. Aber nur bedingt habe das Team den Ansprüchen genügt. Anfangs fehlte das Tempo, am Ende kosteten Abspielfehler und die schwache Deckung den Sieg.

Lange begegneten sich die Kontrahenten auf Augenhöhe, was aufgrund der Tabellensituation überraschte. Aber Derbys haben besondere Vorzeichen. Und hier sahen die Landecker ihre Chance. „Wir haben 120 Prozent gegeben, nie aufgesteckt und an uns geglaubt“. Das sah SGS-Trainer Markus Lotz als Schlüssel für den moralisch wichtigen Punktgewinn.

15 Minuten benötigten die Teams, ehe sich die Angriffsreihen beim 7:7 sortiert hatten. Ständig wechselte die Führung, ohne dass ein Team einen Vorteil daraus zog. Während bei der SGS neben Lotz auch Johannes Rexroth traf, setzten beim Gast Benjamin Krause und Stegner Akzente. Eine gute Deckungsarbeit der HSG ermöglichte den Gastgebern letztlich die 13:12- Halbzeitführung.

Abschnitt zwei bot dann ein Wechselbad der Gefühle. Bis zum 16:16 offen, schien sich das Blatt nach dem 16:18 durch Julien Sandrock zugunsten der WHO zu wenden. Sandrock, stark am Kreis, Marcel Fischer und Sebastian Schramm trafen. Beim 17:20 (43.) hätte der „Sack zugemacht“ werden können – wurde er aber nicht.

Und die SGS kam zurück: durch Siebenmeter von „Matze“ Lotz und Markus Lotz, der seine Mannen lenkte und auch traf. Als er selbst das 29:27 erzielte (56.), roch sein Team an der Überraschung. Aber Fischer, Stegner und Schneider gaben die Spielverderber zum 29:30, ehe Deis für Bitternis bei den Gästen und Jubelsprüngen bei Schenklengsfeld sorgte.

Schenklengsfeld: Oetzel, Brandau - Mat. Lotz (12/6), M. Lotz (5), Böhler (1), Eidt, Rimkus (2/2), Kämpfer (1), Steinhauer (2), Deis (2), Manske, Baumann (2), Rexroth (3)

WHO: Ißleib, Dick - Stegner (4/1), B. Krause (7/2), M.Krause, Laufer (2), Schramm (3), Strümpf (2), Schneider (2), J.Sandrock (6) ,J.M. Sandrock, Fischer (3)

SR: Eisel/Landau (Bebra) - Z.: 220

Siebenmeter: 11/8 - 5/3

Zeitstrafen: 8 Min. - 14 Min. 8

Quelle: hersfelder-zeitung.de  - Michael W. Rimkus