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Nach der Pause Chancenlos
Kategorie: News 1. Männer1, Männer: SG Schenklengsfeld - TG Rotenburg 27:39 (17:19)
Schenklengsfeld. Der Optimismus von SG-Coach Markus Lotz hielt ganze 30 Minuten. Aber dem hoffnungsvollen 17:19 zur Pause folgte am Ende dann doch eine deutliche 27:39-Klatsche im Handball-Bezirksoberligaspiel gegen die TG Rotenburg. Während die Landecker damit weiter um den Anschluss ans Mittelfeld ringen, bleiben die Gästehoffnungen auf den Wiederaufstieg in die Landesliga weiter am köcheln.
Trotz der Niederlage, deren Höhe ihm natürlich nicht schmeckte, gab sich Lotz gelassen. Man müsse die Leistung der ersten Hälfte bestätigen. Da wurden die Räume der TGR eng gemacht und eigene Chancen genutzt. Und hätte man nicht da schon zu viele leichte Fehler begangen, die eine höhere Führung verhinderten – wer weiß. Angst für die Zukunft mache ihm die Vorstellung seiner Truppe daher nicht.
Ganz anders die Sichtweise von Gästecoach Fitozovic. Der war mit der Anfangsvorstellung seines Teams so unzufrieden, dass er bereits in der 7. Minute die erste Auszeit nahm – die Wirkung blieb bescheiden.
Während sich seine Jungs gegen die gute SG-Deckung schwertaten und auch beide Keeper kaum einen Ball an die Hand bekamen, hielten die Gastgeber ständig eine kleine Führung. Maßgeblich dafür verantwortlich war der quirlige Sebastian Böhler, der sein Team mitriss. Einzig wenn die TGR das Tempo anzog und schnell kombinierte, war sie erfolgreich. So dauerte es bis zur 22. Minute, ehe Simon Golkowski mit dem 12:13 die erste Gästeführung erzielte.
Doch die SG hielt dagegen. Matthias Lotz vom Punkt und Christian Manske aus dem linken Rückraum hielten das Team im Spiel. Doch einige Zeitstrafen der kleinlich pfeifenden Unparteiischen verhinderten zur Pause mehr als den knappen 17:19-Rückstand.
Die Zuschauer bekamen dann eine komplett andere zweite Hälfte geboten, in der nur noch eine Mannschaft agierte: die TGR. Fitozovic hatte in der Kabine wohl die richtigen Worte gefunden, denn alles, was im ersten Abschnitt fehlte, setzte sein Team jetzt um. Keeper Tomas Pankiewicz zeigte sein Können und die Feldspieler zogen das Tempo derart an, dass die SG dem fast nichts mehr entgegenzusetzen hatte.
Viele leichte Fehler im Aufbau und schwache Würfe der Gastgeber ließen Rotenburg in nur acht Minuten von 21:22 (35.) bis auf 21:31 (43.) davonziehen. André Witzel, Anatoli Neufeld und Martin Harbusch setzten hierbei die Akzente für die Rotenburger, während sich Schenklengsfeld, der eigenen Möglichkeiten beraubt, früh dem Schicksal ergab.
Schenklengsfeld: Fischer, Oetzel, Brandau - Matthias Lotz (6/3), Markus Lotz (3), Böhler (6), Eidt (1), Rimkus (1/1), Steinhauer (1), Deis (2), Manske (4), Baumann (3), Apel, Kämpfer
Rotenburg: Pankiewicz, Palme - Berz (3), Harbusch (9/5), Troch (3), Golkowski (6), Witzel (6), Ebenhoch (3), Neufeld (5), J. O. Holl (3), Imberger (1), Debus
SR: Hobbie/Sennhenn (Ost-Mosheim/Grebendorf) - Z: 110
Siebenmeter: 6/4 - 6/5
Zeitstrafen: 16 Min. - 18 Min.
Rot: Golkowski (Dritte Zeitstrafe)
Von Michael W. Rimkus
Quelle: www.hersfelder-zeitung.de